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A 1.25 Schichtarbeit

  Die häufigsten Gefahren

  • Durch Schichtarbeit bedingte Störungen des Biorhythmus verursachen Schlafstörungen, Ernährungs- und Gesundheitsdefizite sowie soziale Probleme.

  Maßnahmen

  • Genehmigung: In der Regel muss vom Unternehmer für Schichtarbeit, die mit Nachtarbeit oder Wochenendarbeit verbunden ist, eine Genehmigung von der zuständigen Genehmigungsbehörde eingeholt werden (z. B. bei Nachtarbeit mit Lärmemission von der Emissionsschutzbehörde).
  • Beschränkung der Arbeitszeit: Die werktägliche Arbeitszeit von Nachtarbeitnehmern darf 8 Stunden nicht überschreiten (abweichende Regelungen siehe Arbeitszeitgesetz).
  • Die Arbeitszeit von Nacht- und Schichtarbeitnehmern sowie alle weiteren Maßnahmen sind nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen, z. B. durch einen Schichtplan. Weitere Maßnahmen siehe Tabelle 1.

Defizite bei
Schichtarbeit
Mögliche Maßnahmegruppen
  1 2 3 4 5 6 7 8
Schlaf x   x         x
Ernährung x     x        
Gesundheit x   x x   x x x
Familie         x   x x
Freunde x       x     x
Hobby x       x     x
Leistung   x x       x x
Weiterbildung   x           x
Status x x         x  

Tabelle 1 (nach Knauth, Schicht- und Nachtarbeit)

1 = Reduzierung der individuellen „Dosis“
abweichender Tageszeiten
5 = Maßnahmen gegen Probleme
im privaten Bereich
2 = Weiterbildungsmaßnahmen 6 = Betriebsärztliche Maßnahmen
3 = Maßnahmen gegen Schlafprobleme 7 = Weitere betriebliche Maßnahmen
4 = Maßnahmen gegen Ernährungsprobleme 8 = Schichtplangestaltung (siehe Tabelle 2)

  Mo Di Mi Do Fr Sa So Stunden
1. Früh Spät Spät Nacht Nacht     40:00
2. Spät Spät Nacht Nacht   Früh   40:00
3. Spät Nacht Nacht   Früh Früh   40:00
4. Nacht Nacht   Früh Früh Früh   40:00
5. Nacht   Früh Früh Spät     32:00
6.   Früh Früh Spät Spät     32:00
7. Früh Früh Spät Spät Nacht     40:00

Tabelle 2: Beispiel für gute Schichtplangestaltung, Diskontinuierliches System (Erstellt von der Universität Oldenburg, Fachbereich Arbeits- und Organisationspsychologie)

Durchschnittliche Arbeitszeit: 37,42 pro Woche.
Positiv:

  • kurz-rotierte Wechsel/Vorwärtsrotation, max. fünf Arbeitstage in Folge
  • mind. 12 Stunden Ruhezeit zwischen den Schichten
  • gute Überschaubarkeit
Negativ:
  • ungünstige Wechsel von Nachtschicht zu Frühschicht
  • zwei einzelne Arbeitstage
Durch die zusätzliche Samstagsarbeit konnte die Betriebszeit ausgedehnt werden.

  >   Weitere Informationen

  • Arbeitszeitgesetz
  • EG-Richtlinie 93/104 EG
  • Arbeitsstättenverordnung
  • „Schichtarbeit und Nachtarbeit“, Schriftenreihe des Bayer. Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung

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