Inhaltsverzeichnis > E 4 – Herstellung von Betonfertigteilen > E 4.5
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E 4.5 Spannstationen
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Die häufigsten Gefahren
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- Verletzungen durch Bruch und Reißen von Spanndrähten
- Verletzungen durch zurückschlagende Spannpresse,
z. B. wenn diese schräg aufgesetzt wird 1
- Stolper-, Sturz- und Rutschgefahr, z. B. beim Über- und
Besteigen der Fertigungsbahn, durch Schalöl
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Maßnahmen
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Technische Anforderungen
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- Über die Betonierform bzw. die Spannbahn sind
Ketten oder Eisenbügeln anzubringen, damit reißende
Spanndrähte nicht umherschnellen können
(Ausnahme: Spanndrähte werden durch Armierungskörbe
geführt).
- Der Spannbetrieb ist durch geeignete optische oder
akustische Signale anzuzeigen, z. B. Hupe, Blinklicht.
- Auf der Entspannseite sind Drahtführungen
erforderlich.
- Es sind geeignete Übergänge, z. B. mit Treppe
und Laufsteg zu schaffen.
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Betrieb
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- Es dürfen nur Spannstähle gemäß DIN EN 10138
und Original-Werkzeuge und Materialien vom
Hersteller der Spannanlage verwendet werden 2 .
- Beim Spannvorgang müssen die Spannbahn,
der Bereich neben der Bahn und hinter den
Spannstählen von Personen geräumt werden.
- Die Spannarbeiten sind hinter einer Schutzvorrichtung
und neben den bereits gespannten
Stahldrähten durchzuführen. Die Schutzvorrichtung
ist direkt an der Verankerungsplatte einzuhängen,
damit niemand zwischen der Schutzvorrichtung
und Spanndrähten hindurchgehen
kann. Die Schutzvorrichtung darf erst entfernt
werden, nachdem der Beton ausgehärtet ist.
- Oberflächenbeschädigungen der Spanndrähte
durch Kerben, Biegen, Schleifen etc. und durch
starke Wärmeeinwirkungen, z. B. Schweißen
an oder in unmittelbarer Nähe der Spanndrähte,
sind zu vermeiden.
- Spannstähle müssen vor Korrosion durch
Feuchtigkeit und Chemikalien geschützt
werden.
- Die Fertigungsbahn darf nach dem Einsprühen
mit Schalöl und nach dem Spannvorgang nicht
mehr betreten werden 3 .
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Reparatur/Wartung/Störungsbeseitigung
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- Die Spannpresse ist stillzusetzen und gegen
Wiedereinschalten zu sichern.
- Die hydraulische Anlage muss drucklos gemacht
werden.
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Betriebsanweisungen
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- Für den Spannvorgang sind Betriebsanweisungen
zu erstellen und die Mitarbeiter regelmäßig zu
unterweisen.
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Persönliche Schutzausrüstungen
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- Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Schutzbrille,
Schutzhelm
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> Weitere Informationen
- DIN EN 10138 „Spannstähle - Teil 1 bis Teil 4“
- DIN EN 1045 „Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton –
Teil 1 bis Teil 4“
- DIN EN 60204-1 „Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von
Maschinen“
- DIN EN 457 „Sicherheit von Maschinen; Akustische Gefahrensignale;
Allgemeine Anforderungen, Gestaltung und Prüfung“
- DIN EN 4227 „Spannbeton – Teil 1 bis Teil 6“
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